adidas Classic Run 8k

Nachdem ich vergangenen Freitag das erste Mal meine Erfahrungen mit der adidas Runbase am Schleusenufer in Kreuzberg machen konnte, war gestern die Rosenthaler Str.  und der adidas Classic Run an der Reihe. Die erste Hürde war den Laden zu finden, wo sich versammelt wurde. Wenn man das erste Mal zu der Location in der Rosenthaler Str. 51 läuft, wundert man sich erstmal das kein adidas-Logo weit und breit zu sehen ist. Geht man jedoch durch das Metalltor in den Gang rein, weisen die Schilder an der Wand darauf hin, das hier zumindest adidas ansässig ist. Also bin ich in den Hinterhof gelaufen – und wer sucht, der findet.

Location: Filter?

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Laden direkt „Filter“ heißt, angegeben war die Location jedenfalls so im Tracker. Übrigens erfuhr der Tracker ein Re-Design, aber im Grunde funktioniert er immer noch genauso wie hier beschrieben. Während ich diese Zeilen hier schreibe, hat meine Recherche ergeben, dass das Filter tatsächlich der Name der Location ist und dort eigentlich sonst Kaffee, Saft und Kleinigkeiten zu futtern verkauft wird.

„Kleinigkeit“ ist hier genau das richtige Stichwort. Der Laden ist wirklich klein – auf jeden Fall nicht ausgelegt für die Schar an Läufern, die gestern mit gelaufen sind. Zum Glück war es nicht kalt, so dass wir vergnügt draußen warten konnten und nicht jeder versucht hat noch einen Stehplatz im Kaffee zu erhaschen… So zumindest in meinem Wunschtraum. In der Realität zog es sich genau so zu wie zuletzt beschrieben.

Warmup und die Qual der Wahl

Nachdem sich nun zahlreiche Läufer versammelt haben, hielt, wie üblich bei solchen Lauftreffs, der Rudelführer noch eine kleine Rede, in dem Fall war das wie auch am vergangenen Freitag Fab. Was gab es also, was wir tun konnten? Weshalb waren wir hier? Die Wege dreiteilten sich, wahrscheinlich auch bedingt durch die verschiedenen Fortschrittstufen der einzelnen Läufer. Lieber Tempotraining oder normaler Lauf? Lieber 8k oder 12k? Oder vielleicht doch mit den Mighty Starters laufen?

Tempotraining ist nicht so meins, vermutlich wäre ich da nach einem Kilometer schon tot umgekippt, oder meine Uhr wäre abgestürzt, weil sie Herzfrequenzen über 200+ nicht anzeigen kann. Oder kann sie? Ich habe es nie herausgefunden – und ich will es auch nicht. Mir reicht schon mein überhöhter Puls, den ich viel zu schnell erreiche.

Demnach entschied ich mich für den namensgebenen „Classic Run“, allerdings in der 8k-Variante. Das Schöne an dem ganzen war, dass selbst wenn ich hätte 12k laufen wollen würden, sich nach den 8k neu entschieden werden konnte, da die 8k direkt wieder an der Base endete.

Bei den Mighty Starters geht es darum 35 Minuten einfach nur durchzulaufen, ohne Fokus auf Pacezeiten. Vielleicht hätte ich das lieber machen sollen. Ein Blick auf meine Laufstatistik zeigt mir jedenfalls, dass ich selbst für die langsamste Pace-Gruppe noch viel zu langsam war.

Bevor es losging, gab es noch ein Warmup im Hinterhof, welches durch neugierige Augen aus der zweiten Etage eines Geschäftes interessiert mitverfolgt wurde. Neben klassischen Bein-Arm-Koordinationsübungen wurde das Sprunggelenk und diverse Muskelgruppen trainiert. Alles in allem ein gutes Warmup (sagte der Laie, der keine Ahnung hat).

Classic Run 8k

Nach und nach starteten die Laufgruppen bis wir dann an der Reihe waren. Ich lief bei der 6:00+ mit und hoffte, dass ich durch die entstehende Gruppendynamik meinen Puls und meine derzeitige Fitness ignorieren könnte. Aber es sollte anders kommen. Beim Foto vor dem Reichstag und nach 3k war ich ganz froh über die kurze Pause.

Ich fiel immer weiter zurück, doch glücklicherweise hat mich Franzi aufgefangen und wir sind als Schlusslichter zusammen hinten gelaufen und haben mit Sonys Brüllwürfel Party gemacht. Also weit hinten… Ganz weit hinten. Eigentlich wäre es vermutlich nicht aufgefallen, wenn wir rückwärts wieder in die Base zurückgelaufen wären. Letztlich war ich nach den 8k bei einer Pace von ca. 7:00, was für meine derzeitigen Verhältnisse nicht schlecht ist, aber noch weit von dem entfernt, was ich zu meiner besten Zeit Anfang letzten Jahres gelaufen bin.

Schon wieder vorbei

Alles hat ein Ende, sogar ein 8k-Lauf für den ich noch nicht bereit gewesen bin. Um kurz nach neun bogen wir auf die Durchfahrt zum „Filter“ ein, wo uns die ersten auch schon entgegen kamen und sich verabschiedet haben. Ich habe jetzt nicht weiter gefragt, vielleicht später, wenn ich nach 8k nicht völlig am Arsch bin. Es hieß ja, dass die, die 12k laufen wollten dann von dort aus wieder starteten, allerdings hat es den Anschein gemacht, als wäre das schon das Ende der Veranstaltung gewesen.

Bei einer gefühlten Außentemperatur von Minusgraden ist es hingegen auch nicht verwunderlich wenn keiner mehr Bock auf die 12k hatte. Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit der Organisation und es zeigt sich wieder einmal, dass der Wechsel vom Nike+ Run Club zu den adidas Runnern genau das Richtige war. Nicht nur wegen der Crew (an den Begriff muss ich mich noch gewöhnen), die einen gleich herzlich in Empfang genommen hat, sondern auch wegen der ganzen Mitläufer (hihi), die allesamt auf dem Boden geblieben und nicht schon in den ich-bin-besser-als-alle-anderen-4er-Pace-Himmel abgehoben sind.

Mag sein, dass es vielleicht ein wenig vorgegriffen ist, aber ich habe ein gutes Gefühl bei den AR und sollte sich das jemals ändern, werde ich das hier erfahren…

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