Britzer Garten – Ein schöner erster Lauf nach den Prüfungen

Nach wochenlangem Lernen und der abschließenden Klausurwoche, habe ich nun endlich wieder Zeit für das Laufen. Eigentlich wollte ich schon am Wochenende wieder anfangen, allerdings warteten zu Hause noch jede Menge Pakete von IKEA auf mich. Ich hatte Tage danach noch nie einen so starken Muskelkater. An den zwei Tagen sollte eine kleine und große Kommode, ein 237cm hoher Schuhschrank, ein Kleiderschrank und ein Bett aufgebaut werden. Letzteres hat ganze fünf Stunden gedauert und erinnerte an Lego für Erwachsene (oder Handwerkerprofis). Ich habe noch nie so einen Muskelkater des Todes gehabt. Tagelang zog es in den hinteren Oberschenkeln – selbst im Britzer Garten habe ich es noch gespürt. A propros…

Britzer Garten – Eine Ruheoase im Süden Berlins

Es ist schon ein bisschen peinlich, dass ich in meinem Leben noch nie im Britzer Garten war, allerdings liegt der für einen West-Berliner Innenstädtler nicht gerade fußläufig vor der Haustür. Für spontane Ausläufe eignet er sich also nur bedingt für mich – schade. Allerdings habe ich auch den Tiergarten mit einem langen Stück Spreeufer vor meiner Haustür, welchen ich ungerne tauschen möchte. Dennoch ist der Britzer Garten einen Besuch wert.

Der Park umfasst 90 Hektar (900.000 m²) und teilt sich mit neun anderen Gärten den Titel „Schönster Garten Deutschlands“. Er wurde 1985 ins Leben gerufen und ist aus der Bundesgartenschau (die im Übrigen auch dieses Jahr wieder bis zum 17. Oktober ihre Tore geöffnet hat) entstanden.

Die ruhige Mitte

10 Hektar umfasst das Zentrum des Parks, eine konzipierte Seelandschaft, welche von kleinen Bächen und Quellen, großflächigen saftigen Wiesen umgeben und mit zahlreichen Blumenbeeten und Bäumen gespickt sind. Wie der Tiergarten ist auch der Britzer Garten von Straßen umgeben, allerdings habe ich hier keine nervenden Stadtgeräusche wahrnehmen können. Britz zählt aber auch nicht mehr zum Innenstadtbereich und ist ohnehin schon sehr viel ruhiger.

Nicht nur Blumen

Auf den 90 Hektar findet man aber nicht nur Blumen, sondern auch Tiergehege mit Ziegen, Eseln, Hühnern, Kaninchen, Schafen und Rindern. Generell ist die Tierhaltung immer eher kritisch zu betrachten, im Vergleich zum Zoo im Westteil der Stadt haben die Tiere aber sehr viel Auslauf und schöne Gehege, wobei ich auch nur die der Ziegen und Rinder gesehen habe und beurteilen kann.

Da Bilder meist mehr sagen als tausend Worte, gibt es hier noch ein Video, welches den Park im Sommer 2016 zeigten und einen relativ aktuellen Eindruck vom Park vermittelt.

Der Lauf durch den Park

Ein bisschen etwas möchte ich noch zu meinem Lauf erzählen, schließlich ist das hier ja ein Laufblog – obwohl es gar nicht so viel zu sagen gibt. Ich habe mal wieder gemerkt wie untrainiert ist bin. Da läuft man mal drei Wochen lang nicht und startet dann mit einem Puls von bis an die 200. Jaaa, ich weiß. Das ist nicht gesund, der Puls ist viel zu hoch, bla bla bla… Weiß ich alles selber.

Trotzdem war es ein schöner und gelungener Tag und mit meinen 8 km (mit kleiner Pause zwischendurch) bin ich eigentlich relativ zufrieden. Bis zum Halbmarathonlauf nächstes Jahr sind es ja noch ein paar Tage. Ich finde übrigens sehr gut, dass er nicht wie manch andere Läufe über diese Distanz im Sommer, sondern im Frühjahr stattfindet.

Gestern war es schon ordentlich heiß. Zum Spazieren gehen und sich irgendwo ins Café setzen genau richtig, zum Laufen allerdings sehr fordernd. Ich könnte mir vorstellen, dass einige Probleme mit dem Kreislauf bekommen würden, wenn sie nicht aufpassen. Nachdem ich über eine Stunde nach dem Lauf nach Hause gebraucht habe (es fand mal wieder ein Störungsbingo auf der Ringbahn statt – dieses Mal: Signalstörung), hätte ich ganze Badewannen gefüllt mit Wasser austrinken können. Glücklich und erschöpft bin ich nach dem Duschen ins Bett gefallen und habe von diesen tollen Bildern (was für eine fantastische Überleitung, muss mich ja mal selber loben) geträumt:

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