Da sind sie wieder, die zehn Kilometer

Ein paar Zahlen. Acht Monate Verletzungspause, ein abgesagter Halbmarathon in 2017, elf Läufe in vier Wochen, davon drei mit adidas – und plötzlich war sie wieder da. Die erste Wettkampf-Distanz ziert meine Aktivitäten auf Garmin Connect. Zehn Kilometer! Elf Tage vor dem 40. Jedermannslauf. Den Test der Distanz habe ich bestanden, jetzt muss nur noch am Tempo gearbeitet werden.

Zehn Kilometer sind ganz schön viel

Beim heutigen Lauf habe ich mich ein wenig verkalkuliert. Angefangen habe ich mit meiner Heimstrecke die Spree entlang. Die ersten drei Kilometer kannte ich schon, vom Startpunkt aus ist die Brücke, die zum Kanzleramt führt die „Ziellinie“ für die ersten drei, logischerweise wäre der komplette Weg zurück dann bei sechs Kilometern. Reicht also nicht. Also bin ich über die Brücke am Kanzleramt vorbei und in die Straße zur schwangeren Auster eingebogen und einen „Umweg“ nach Hause gelaufen.

Ein Umweg, der keiner war…

Es sollte sich herausstellen, dass ich beim Wullenwebersteg gerade einmal knapp 6,6 km geschafft habe, es bis zum Endpunkt meiner Strecke also vielleicht maximal 7,6 km sein werden. Ich wählte also einen etwas bauchigen Umweg am Ufer entlang bis fast hoch zur Levetzowstr. anstatt den eigentlichen Weg (gestrichelt skizziert) zu laufen (siehe Bild).

Die ersten Zehn 2017
Die ersten Zehn 2017

An der Ecke Jagowstr. angekommen zeigte der Zähler eine 7,6 km. Verdammt, das kann doch nicht so schwer sein ein paar Kilometer runterzureißen. Ich überlegte also, wie ich weitere 2,5 km aus dem Ärmel schütteln konnte und lief dabei wieder zum Spreeufer, dieses Mal auf der anderen Seite der Spree. Ich lief bis zu dem Punkt, an dem ich anfangs schon mal war und folgte dem alten Pfad bis zum Patio.

Jetzt begann der Rückweg

Nachdem ich jetzt bei 9,2 km war, konnte ich mit gutem Gewissen den Heimweg fokussieren. Ich lief also die Kirchstraße hoch bis zur Alt-Moabit und dann an der Kirche vorbei durch den Park. Und da war sie. Die magische Zehn erschien auf dem Display meiner Uhr. Glücklich und zufrieden stoppte ich das Tracking bei 1:17:40, nicht gerade eine Glanzleistung, war ich doch ganze 25 Minuten langsamer als noch vor einem Jahr beim Lauf der Sympathie mit einer Zeit von 0:53:44, aber das wird schon.

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