Schwerkraft? Jibbet nich‘

Wieder Yoga. Zwei Wochen später fand ich mich gestern erneut im Showroom City West von lulumon ein, um mich ein weiteres Mal meinem Gleichgewichtssinn zu stellen und zu zeigen was ich nicht kann. Zwei Dinge sind schonmal glasklar. Zum Einen scheint die Schwerkraft beim Yoga ab und an zu vergessen das sie existiert und zum Anderen wäre ich ein total beschissener Baum, der es vermutlich als erster Baum schaffen würde sich selbst zu entwurzeln und umzukippen.

Boden vorhanden, aber nicht sichtbar

Der Laden war mal wieder voll bis auf die letzte Matte. Wer die Location kennt, der wird wissen, dass nur sehr begrenzter Platz vorhanden ist. Matten liegen dicht an dicht nebeneinander in dem schmalen, langgezogenen Raum. Viel Platz zum Nachbarn hat man nicht und bei manchen Übungen muss man sich behelfen. Zwei von drei meiner gestrigen Nachbarn waren aber ziemlich uneinsichtig und starr, was die Sache etwas verkompliziert hat. Nach hinten hin, hatte ich eine Wand, die Ware am Haken ausstellte und keine Anstalten gemacht hat mal auszuweichen, wenn ich mit meinem linken Bein ausgeschlagen habe – naja, mein Problembein ist eh das rechte, also kein Grund zur Sorge. Mein zweiter Nachbar war zwar erheblich weicher, allerdings auch sehr festgefahren was das Ausweichen anging. Ich bin mir aber sicher, dass man super auf ihr sitzen kann, wenn man mal kein Yoga macht.

Star anwesend?

Da ich genauso viel Ahnung vom Yoga habe, wie eine Katze von Gehorsamkeit, bin ich mir auch nicht sicher, ob unsere Gast-Trainerin in der Szene eine Koryphäe ist oder nicht. Also an alle Yogibären da draußen: wir hatten bei Steph. Was ich (bzw. Ecosia) über sie in meiner kurzen Recherche herausgefunden habe, ist, dass sie aus Sydney (Australien) kommt und wohl ein gewisses Ansehen genießt. Wer mehr über sie wissen möchte, sollte mal hier schauen. Sie hat es auf jeden Fall drauf Übungen zu machen, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe und sich den Naturgesetzen entziehen. Na gut, so schlimm ist es jetzt nicht, zumindest für die, die vor uns ihre Übungen kinderleicht ausgeführt und offenbar keine Probleme damit hatten.

Schwerkraft außer Kraft gesetzt

Es ist schon erstaunlich was man mit Yoga alles machen (oder wie in meinem Fall nicht machen) kann. Von den Basics, die ich jetzt schon etwas besser drauf habe, wie der herabschauende Hund, den Krieger 1 und 2 und die Kobra etc., wurde ich zum ersten Mal mit dem Baum bekannt gemacht, dem ich aber gleich mit einem Kriegsbeil begrüßt habe (dramaturgisch natürlich sehr vermessen ausgerechnet das Beil zu wählen). Ich vermute mal, dass meine Körpermitte einfach nicht vorhanden ist oder ich sie noch finden muss. Aber das wird schon. Tschaka.

Das ist natürlich noch nicht die Spitze des Eisberges. Als es darum ging die Arme zu verknoten und die Beine, noch umschlungen von den Armen, in eine Richtung zu bewegen, die ich nichtmal ohne die erweiterte Schwierigkeit hinbekommen hätte, war es für mich an der Zeit zu kapitulieren. Vermutlich brauche ich noch ein paar Kurse, um gefestigter zu werden, aber ich habe auch nicht vor aufzugeben. Das passt nicht zu mir. Die Entspannungsübung am Schluss war am schönsten, denn man musste einfach nur liegen – dachte ich zumindest. Ich habe es nichtmal gebacken bekommen in die richtige Richtung zu gucken, aber so bin ich nunmal. Verpeilt aber glücklich. Namaste.

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