Über mich

Von den Anfängen bis heute

Na gut, vielleicht nicht ganz von Anfang an. Beschränken wir uns auf den Anfang meiner „Laufkarriere“, wenn man das überhaupt so nennen kann. Eigentlich bin ich gar kein Läufer, zumindest wenn man auf das Jahr 2015 zurückblickt und sich dort die ersten elf Monate ansieht. Erst zu Nikolaus habe ich mich entschlossen mich bei dem 36. Berliner Halbmarathon anzumelden.

Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich davor der wohl unsportlichste Mensch auf dieser Erde war. Immerhin durfte ich eine Anmeldung im Fitnesstempel nachweisen, was mich aber nicht zu einer Sportskanone qualifizierte. Im Gegenteil – meiner Meinung nach war ich der lukrativste Kunde dort, da weder Wasser noch Strom verbraucht wurde. Selbst die Geräte blieben unberührt und trotzdem wurden fleißig Beiträge bezahlt. Wer würde sich so jemanden nicht wünschen?

Der erste Blog als Projekt

Zurück zu meiner Geschichte. Der erste Blog ward geboren. Eigentlich war er nur als Trainingstagebuch gedacht, in dem ich meine Trainingsergebnisse, ob schlecht oder gut, festhalten konnte. Ich war schon immer eher jemand, der so etwas nicht mit Stift und Papier festhielt und Geheimnisse habe ich auch keine in dieser Richtung. Wie bei jedem Projekt war mir aber auch klar, dass dieser Blog mit dem Stichtag des Halbmarathon nicht mehr von mir weitergeführt werden würde.

Wer sehen möchte, wie ich meine ersten Schritte in die Laufwelt gesetzt habe und von wem ich unterstützt wurde, der kann ihn sich gerne unter letzify.wordpress.com aufrufen und ein wenig darin wälzen.

Erster Laufblog Laufkarriere
Erster Laufblog
Der große Tag

Knappe vier Monate später war es dann soweit. Der große Tag war gekommen und ich lief meinen ersten Wettkampf überhaupt. Ich erspare euch jetzt mal eine ausführliche Beschreibung wie der Tag ablief und wie ich mich dabei gefühlt habe. Wenn es euch tatsächlich interessiert, wie ein Halbmarathon aus den Augen eines blutigen Anfängers aussieht, kann ich euch diesen Artikel von mir ans Herz legen. Meine Zielzeit von unter zwei Stunden habe ich um zwei Minuten verfehlt, allerdings war das gleichzeitig die Motivation beim nächsten Halbmarathon besser zu sein.

Laufkarriere zuEnde?

Leider kam alles anders. Ich trainierte natürlich weiter nach dem Halbmarathon, habe noch viel trainiert und an drei weiteren Wettkämpfen teilgenommen. Hierfür habe ich einen neuen Blog ins Leben gerufen, der fortan mein neuer Laufblog werden sollte. Hier sollten fortan alle Lauferfahrungen festgehalten werden.

Zweiter Laufblog Laufkarriere
Zweiter Laufblog

Allerdings folgten dann einige unangenehme Rückschläge. Angefangen von einer Erkältung, die mich für einige Wochen außer Gefecht gesetzt hat bis hin zu einer Verletzung, die ich mir bei einem Event vom Nike+ Run Club im Olympiastadion zugezogen habe. Von da an war es erstmal für eine sehr lange Zeit vorbei mit dem Laufsport.

Diagnose… ja, was denn nun?

Ich war bei einigen Ärzten, zwei Chirurgen, zwei Orthopäden und einem Sportmediziner. Es herrschte allgemeine Uneindeutigkeit bei der Diagnose meiner Symptome. Zwei Ärzte sagen ich hätte eine Schambeinentzündung, zwei andere diagnostizierten eine weiche Leiste. Es folgte Krankengymnastik und ein weiterer Besuch an der Charité bei den Sportmedizinern. Da fasste man beide Diagnosen noch einmal zusammen und tischte mir Behandlungsmethoden auf.

Von weiteren Physiotherapien über Kortisonspritzen bis hin zu Blutplasma-Injektionen war alles dabei. Bei dem letzten weiß ich nicht einmal was das bringen soll, nur das es verdammt teuer ist und angeblich bei vielen Leistungssportlern angewandt wird. Operativ werde ich aber nichts an mir machen lassen, so viel ist sicher.

Startunterlagen gegen Gutschein

Leugnen war zwecklos. Nach Monaten ohne Training konnte ich nicht am 37. Berliner Halbmarathon teilnehmen, weshalb ich mich am Donnerstag vor dem Lauf auf dem Weg zur Berlin Vital machte, um meine Startunterlagen gegen einen Gutschein über 20€ für die Anmeldung im nächsten Jahr eintauschen musste.

Ich hatte nicht nur einen Gutschein bekommen und ein langes intensives Gespräch mit der Ärztin vor Ort, sondern auch eine weitere, dritte Diagnose, die – wenn ich alle drei vergleiche – für mich am einfachsten zu akzeptieren ist. Sie meinte, dass die Schmerzen sehr lange andauern können und es eine gefühlte Ewigkeit dauern würde, bis sie abklingen. Die Ärztin riet mir zu Yoga. Ich bin Yoga gegenüber immer skeptisch gewesen, allerdings kann ich mich nun wohl nicht mehr entziehen. Wenn es hilft, werde ich es ausprobieren.

Wieder zurück in der Gegenwart

So sieht es also aktuell aus. Ich habe weiterhin Schmerzen (wenn auch nicht so stark wie anfangs noch) und meine Läufe beschränken sich auf 3-4 km in einem Tempo, welches schnellem Gehen entsprechen würde (etwa eine Pace von 8:00). Aber von nichts kommt nichts. Ich werde es durchziehen, bis ich wieder bei meiner alten Form (oder besser) angekommen bin und den Halbmarathon 2018 anvisieren.